Buchankündigung: WILLIAM CASTLE • ALLEIN erscheint im Frühjahr 2027

Zum 50. Todestag William Castles und 27 Jahre nach seinem seit langem vergriffenen Buch William Castle oder Die Macht der Dunkelheit veröffentlicht ROBERT ZION im Frühjahr 2027 das Remake: WILLIAM CASTLE • ALLEIN. Das aktualisierte und erweiterte Buch behandelt ebenso unterhaltsam wie analytisch das Leben und Werk des wohl außergewöhnlichsten Filmemachers Hollywoods, der wie kein anderer das Genrekino geprägt hat.
„Bill Castle mag gegen Ende seiner langen Karriere zu einem Hollywood-Dinosaurier und als Gimmick-King heute zur Kinolegende geworden sein, doch unter der schrillen Oberfläche aus Show und Marketing verbarg sich stets ein sehr persönlich arbeitender Regisseur und Produzent. Die Unverwechselbarkeit seiner Motive und seines Stils erscheinen heute atemberaubend aktuell und zeitlos. Es scheint gerade so, dass dieses Werk nur auf die Wiederentdeckung durch jede neue Generation von Kinoenthusiasten und Filmemachern wartet – insbesondere, wenn die Zeiten wieder einmal dunkler und angsterfüllter werden.“
Robert Zion
WILLIAM CASTLE • ALLEIN
Gebunden | 19 x 24,5 cm | ca. 300 Seiten
320 Abbildungen | Davon 45 in Farbe
Gimmicks | Filmografie | Literatur | Index
Frühjahr 2027
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Außerhalb der deutschen Filmkultur, die doch sehr von der kritiklosen Übernahme des kommerziellen Hollywood-Unterhaltungskinos auf der einen und der Überhöhung des arthouse-Kinos auf der anderen Seite, sowie von einer sehr eingeengten Wahrnehmung eines Genrefandoms geprägt ist, ist es nichts Ungewöhnliches, wenn auf der Suche nach Cormans vielleicht bestem Film sehr schnell TEENAGE DOLL genannt wird. John Waters zählt diesen zu seinen Lieblings-Filmen, Jack Hills – von Quentin Tarantino wiederentdeckter – SWITCHBLADE SISTERS von 1975, geradezu ein underground-Manifest eines radikalen female empowerment, schließt vielfältig daran an und Tarantino selbst widmete 2007 seinen GRINDHOUSE: DEATH PROOF dessen Drehbuchautor Charles B. Griffith. TEENAGE DOLL ist einer jener Filme, die einfach nicht einzuordnen sind, irgendwo angesiedelt zwischen den juvenile delinquency-Dramen der AIP, einem film noir – tatsächlich ist der Film vollständig bei Nacht gedreht und wird von Arthur Lyons auch zu diesem gezählt [1] -, den midnight movies John Waters’ (und anderer) und dem underground-Kino eines Kenneth Anger, ging er seinerzeit in der Flut der Teenager-Filme in den Auto-Kinos unter. Larry Woolner hatte 1956 Elia Kazans Warner-Hit BABY DOLL gesehen und Corman den Titel für ein juvenile delinquency-Drama vorgeschlagen, der den Film schließlich für $70.000 in zehn Tagen drehte – zuzüglich eines Wochenendes, in dem Griffith das gesamte Drehbuch überarbeiten musste. Die MPPDA („Motion Picture Producers and Distributors Association of America”) lehnte den ursprünglichen Drehbuch-Entwurf als mit dem Hays Code unvereinbar vollständig ab, wie Griffith erzählt:





































Fritz Lang vertrat keineswegs die Ansicht, daß der Mensch allein von seinem „Schicksal” bestimmt sei, sondern meinte selbst, „daß dieses Schicksal nur eine folgerichtige Schlußerscheinung ist von dem, was der Mensch jeweilig getan hat.“[1] Seine Suche galt vielmehr den individuellen wie gesellschaftlichen Ursachen in einer deterministischen und zugleich kontingenten Welt, die dazu führen können, daß jemand im Sinne der griechischen Tragödie „schuldlos schuldig” (S. 24) wird: in der Psyche, den Beziehungen, im Begehren und im Wesen des Menschen, in gesellschaftlichen oder politischen Konventionen und Institutionen, selbst in materiellen Dingen (Objektbeziehungen) und der Raumordnung[2] einer Gesellschaft.