Buchankündigung: WILLIAM CASTLE – ALLEIN im Frühjahr 2027!

 

 

FRÜHJAHR 2027

 

Zum 50. Todestag William Castles und 27 Jahre nach „William Castle oder Die Macht der Dunkelheit“ veröffentlicht ROBERT ZION im Frühjahr 2027 nun WILLIAM CASTLE – ALLEIN, eine tiefgreifende Studie über Leben, Werk und Wirkung des „Shock Master“ und „Gimmick King“ Hollywoods, der wie kein anderer das Genrekino geprägt hat.

 

„Bill Castle mag gegen Ende seiner langen Karriere zu einem Hollywood-Dinosaurier und heute längst zur Kinolegende geworden sein, doch unter der schrillen Oberfläche aus Show und Marketing verbarg sich stets ein sehr persönlich arbeitender Regisseur und Produzent. Die Modernität und Unverwechselbarkeit seiner Motive und seines Stils sind geradezu atemberaubend aktuell und hierin zugleich zeitlos. Es scheint gerade so, dass dieses Werk nur auf eine Wiederentdeckung durch jede neue Generation von Filmemachern wartet – insbesondere, wenn die Zeiten wieder einmal dunkler und angsterfüllter werden.“

 

Hits: 15

MACABRE (William Castle, 1958) von Subkultur Entertainment

 

 

 

Im Dezember 2011 begann mit der Veröffentlichung von William Castles MACABRE (Macabre, 1958) in der Reihe „Drive-In Classics“ (No. 5) von Subkultur Entertainment die Hochzeit der Heimkino-Editionsgeschichte von William-Castle-Filmen in Deutschland. Zuvor wurde lediglich MÖRDERISCH (Homicidal, 1961) 2005 von Sony/Columbia auf DVD veröffentlicht.

Bis Ende 2026 sollten noch weitere sorgfältig aufbereitete und präsentierte deutsche Editionen folgen, etwa 2016 SCHREI, WENN DER TINGLER KOMMT (The Tingler, 1959), 2020 ER KAM NUR NACHTS (The Night Walker, 1964) und 2025 DAS HAUS AUF DEM GEISTERHÜGEL (House on Haunted Hill, 1958) in den “Galerien des Grauens” von Anolis; 2013 DIE HÖHLE DER GESETZLOSEN (Cave of Outlaws, 1951) in der Reihe “Western Legenden” von Koch Media; 2019 DER UNHEIMLICHE MR. SARDONICUS (Mr. Sardonicus, 1961) in der “William Castle Collector’s Edition” von Koch Media; 2021 ES GESCHAH UM 8 UHR 30 (I Saw What You Did, 1965) in der “Classic Chiller Collection” von Ostalgica.

 

Doch alles begann mit MACABRE, auch Williams Castles legendärer Ruhm als „Shock-Master“ und „Gimmick-King“ Hollywoods, für den Castle das Publikum bei Lloyds in London mit $1.000 gegen „Tod durch Erschrecken“ versicherte. Subkultur Entertainment präsentierte den Film mit der deutschen Kino-Synchronisation von 1959 und in einer nummerierten, auf 1500 Exemplare streng limitierten Auflage auf 2 DVDs. Auf der zweiten DVD befand sich Jeffrey Schwarz’ herausragende und mehrfach preisgekrönte Dokumentation SPINE TINGLER! – THE WILLIAM CASTLE STORY von 2007. In seinem Booklet-Text ging Pelle Felsch auf Grundlage meines Buches „William Castle oder Die Macht der Dunkelheit“ liebevoll auf die Karriere William Castles ein. Es war die cineastische Veröffentlichung des Jahres!

 

MACABRE ist als Amaray im Pappschuber mit folgenden Extras erschienen:

  • Hauptfilm mit dt. Kinoton von 1959
  • Deutscher und amerikanischer Kinotrailer
  • Bildergalerie
  • Super-8-Fassung
  • 8-seitiges Booklet von Pelle Felsch: „SHOCK-GIMMICK! – Leben und Werk von William Castle, 1914-1977“ (auf Grundlage von William Castle oder Die Macht der Dunkelheit, 2000)
  • Dokumentation: SPINE TINGLER! – THE WILLIAM CASTLE STORY (Jeffrey Schwarz, 2007)

Technische Daten:
Bild
: 1.85:1 (16:9) / Schwarzweiß (Hauptfilm)/Farbe (Dokumentation)
Laufzeit: ca. 68 Minuten (Hauptfilm)/ ca. 82 Minuten (Dokumentation)
Ton Hauptfilm: Deutsch, Englisch (beide: DD 1.0 Mono)
Ton Dokumentation: Englisch
Untertitel Dokumentation: Deutsch

Nicht mehr lieferbar [Booklet von Pelle Felsch als PDF]

Hits: 79

TEENAGE DOLL (1957) von ROGER CORMAN

Außerhalb der deutschen Filmkultur, die doch sehr von der kritiklosen Übernahme des kommerziellen Hollywood-Unterhaltungskinos auf der einen und der Überhöhung des arthouse-Kinos auf der anderen Seite, sowie von einer sehr eingeengten Wahrnehmung eines Genrefandoms geprägt ist, ist es nichts Ungewöhnliches, wenn auf der Suche nach Cormans vielleicht bestem Film sehr schnell TEENAGE DOLL genannt wird. John Waters zählt diesen zu seinen Lieblings-Filmen, Jack Hills – von Quentin Tarantino wiederentdeckter – SWITCHBLADE SISTERS von 1975, geradezu ein underground-Manifest eines radikalen female empowerment, schließt vielfältig daran an und Tarantino selbst widmete 2007 seinen GRINDHOUSE: DEATH PROOF dessen Drehbuchautor Charles B. Griffith. TEENAGE DOLL ist einer jener Filme, die einfach nicht einzuordnen sind, irgendwo angesiedelt zwischen den juvenile delinquency-Dramen der AIP, einem film noir – tatsächlich ist der Film vollständig bei Nacht gedreht und wird von Arthur Lyons auch zu diesem gezählt [1] -, den midnight movies John Waters’ (und anderer) und dem underground-Kino eines Kenneth Anger, ging er seinerzeit in der Flut der Teenager-Filme in den Auto-Kinos unter. Larry Woolner hatte 1956 Elia Kazans Warner-Hit BABY DOLL gesehen und Corman den Titel für ein juvenile delinquency-Drama vorgeschlagen, der den Film schließlich für $70.000 in zehn Tagen drehte – zuzüglich eines Wochenendes, in dem Griffith das gesamte Drehbuch überarbeiten musste. Die MPPDA („Motion Picture Producers and Distributors Association of America”) lehnte den ursprünglichen Drehbuch-Entwurf als mit dem Hays Code unvereinbar vollständig ab, wie Griffith erzählt:

Colette Jackson und Sandra Smith

“In der Originalversion stahlen die Mädchen Waffen oder machten sich ihre Waffen selbst, um damit das ‘Good Girl’ zu töten. Das waren die interessantesten Szenen. Ich schrieb alles auf Englisch, es sollte dann aber Spanisch gesprochen werden. Roger rief hierfür den einzigen spanischen Agenten, den es gab, an und tatsächlich stellte sich heraus, dass dies die besten Schauspielerinnen in dem Film waren. Aber nun waren diese die ganze Zeit nur im Hintergrund! Eines dieser mexikanischen Mädchen hätte eine Kartoffelgranate gemacht, indem sie an einem Ende einen Kartoffelschäler und um die Kartoffel herum Rasierklingen gesteckt hätte. So konnte sie einfach den Griff umdrehen und mit der Granate auf jemanden werfen. Das wäre ihre Waffe gewesen, um das Mädchen zu töten. Aber das Hays Office ließ mich diese Dinge ändern…. Ich meine wirklich abscheulich und dumm. Alles musste quasi über Nacht geändert werden“ [2].

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Hits: 93

DAS HAUS AUF DEM GEISTERHÜGEL (House on Haunted Hill, 1958) von WILLIAM CASTLE auf Blu-ray

 

 

 

“War das nicht der erste Film, der die Einbeziehung des Publikums in geradezu absurdem Maße praktiziert hat? Mir schien das auf jeden Fall mehr Spaß zu machen, als sich à la Brad und Janet anzuziehen und in THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW Reis auf die Leinwand zu werfen” – John Waters.

Am 18. August 2025 erscheint von Anolis Entertainment William Castles DAS HAUS AUF DEM GEISTERHÜGEL (House on Haunted Hill, 1958) mit Vincent Price als Nr. 4 von “Das Vermächtnis der Galerie des Grauens” auf Blu-ray.

Die erste angemessene deutsche Veröffentlichung eines Klassikers des Gimmick-Kinos und des (High) Camp (deutsches Original-Plakat sowie Kino-Synchronisation). In meinem Booklet-Essay bin ich etwas tiefer in den Film und das Leben von Vincent Price eingedrungen und würdige zudem noch die einmalige Heimkino-Reihe “Galerie des Grauens”.

DAS HAUS AUF DEM GEISTERHÜGEL erscheint mit folgenden Extras:

  • 28-seitiges Booklet mit einem Text von Robert Zion: “WILLKOMMEN AUF DER PARTY VON DAS HAUS AUF DEM GEISTERHÜGEL: ‘1. Autorenfilm mit Seilzug’, ‘2. Die vielen Leben des Vincent Price’, ‘3. Galerie des Grauens’”
  • Audiokommentare mit Ingo Strecker, Uwe Sommerlad und Rolf Giesen
  • Featurette: „Haunted Gimmicks“
  • Trailer: US Kinotrailer, US „Emergo“-Trailer
  • Filmprogramme
  • Werberatschlag der deutschen Wiederaufführung
  • Bildergalerie

 

Technische Daten:

FSK: 16
Bildformat: 1:1,79 (16:9) / Schwarzweiß
Tonformat: Deutsch/Englisch – DTS-HD/DD 2.0 Mono
Untertitel: deutsch (ausblendbar)
Länge: 75 Min. (BD/24 fps)

Bei I-Catcher-Media bestellen

Hits: 1441

Im Unzuhause 2024: THE ZONE OF INTEREST

Unter dem Titel “Im Unzuhause 2024” habe ich auf CulturMag über meine Highlights des Jahres 2024 geschrieben: ALS WIR SCHWÄNE WAREN von Behzad Karim Khani (Roman des Jahres), SONGS OF A LOST WORLD von The Cure (Album für das Jahrzehnt), THROUGH THE LOOKING GLASS von Siouxsie and the Banshees (Reissue des Jahres).

Als Kinofilm des Jahres stelle ich Jonathan Glazers THE ZONE OF INTEREST vor:

“Denn die Wahrnehmung dieses Films, das subjektive Empfinden im Vorgang seiner Betrachtung, ist ein Gradmesser für die Bewusstwerdung der eigenen bürgerlichen Existenz bei jedem Einzelnen von uns, der Bewusstwerdung über unser Interesse an den Folgen unserer Interessen: The Zone of Interest.”

Link zum Artikel.

 

 

Hits: 1583

AUF DEM PFAD DER VERLORENEN – DER NOIR-WESTERN: Interview und Auszüge

CulturMag hat AUF DEM PFAD DER VERLORENEN gelesen, das Buch rezensiert sowie ein Interview mit mir geführt. Zudem veröffentlicht das Magazin mit den Kapiteln zu den Noir Western LAST OF THE COMANCHES (Dürstende Lippen, André de Toth – 1953) und A TIME FOR DYING (Zeit zum sterben, Budd Boetticher, 1969) zwei Auszüge.

Alle weiteren Informationen, noch mehr Rezensionen sowie Bezugsquellen von AUF DEM PFAD DER VERLORENEN gibt es hier.

 

Hits: 1592

Neuerscheinung: Auf dem Pfad der Verlorenen – Der Noir Western, 1943-1971 (Werkausgabe, Band 4)

Robert Zion
AUF DEM PFAD DER VERLORENEN
DER NOIR WESTERN, 1943-1971
Werkausgabe Band 4
296 Seiten | Paperback
339 Abbildungen | Davon 201 in Farbe
Filmindex | Namensindex | Sachindex
Fotomatt Papier 120g
16. Oktober 2024
ISBN: 978-3-7583-5101-3
€ [D] 39,99

Stimmen zum Buch:

„Wie sich in den Männerwelten des Westerns die Femme fatales des Film noir behaupten… ist einer der faszinierendsten Aspekte des Buches und macht die Lektüre zu einem lustvollen Lesevergnügen. Zion nennt seine zusammenhängenden Werkanalysen ‚einer Skizze einer alternativen Geschichte des amerikanischen Western‘. Die Querverweise auf den Italo-Western, die klassischen Western John Fords und andere Referenzwerke sind immens; die Texte sind nicht weitschweifend wie der Blick in die Prärie, sondern kurz und konzis. Wie dennoch der Kern der Filme in wenigen Zeilen erfasst wird, ist faszinierend; nicht zuletzt weitet der Autor den Blick ins Heute, viele Analogien zu unserer Zeit sind verblüffend. Robert Zion ist angetreten, ‚einen neuen Kanon von Filmen als kulturellen Speicher‘ zu etablieren. Das ist ihm auf wunderbare Weise gelungen!“ – Christoph Dompke in epd-Film, Mai 2025. [Rezension als PDF]

„Es ist für mich das Filmbuch des Jahres 2024 – Hans Helmut Prinzler, der sein ganzes Berufsleben lang unermüdlich Filmliteratur besprochen hat…, kann solch ein Prädikat leider nicht mehr selbst vergeben. Also werfe ich mich als ehemaliger Direktor der Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW), bei der unabhängige Jurys die Prädikate ‚wertvoll‘ und ‚besonders wertvoll‘ vergeben, in die Bresche. Robert Zions mustergültig illustriert, gebaut und geschriebenes Buch über den Noir Western ist ein Glücksfall. Ist das Zusammenspiel von Technicolor-glühendem Cineasten-Herz mit profundem Sachverstand, politisch-scharf geschultem Blick, prägnanter Analyse und jahrzehntelanger Beschäftigung mit oft unerkannt gebliebenen Schätzen der Filmgeschichte. Ein Forscher- und Finder-Buch also, eine Satteltasche voller Goldnuggets. Ein Buch, das bleibt – und überfällig war“ – Alf Mayer auf CulturMag. [link]

„Einsame Reiter verloren sich in dunklen Nachkriegswestern auf fremden Pfaden. Robert Zions so kenntnisreich wie leidenschaftlich geschriebenes, dazu reich illustriertes Filmbuch ‚Auf dem Pfad der Verlorenen‘ holt sie alle endlich ein. Und macht Lust, das amerikanischste aller Genres für unsere finstere Gegenwart neu zu entdecken” – Daniel Kothenschulte in der Frankfurter Rundschau. [Rezension als PDF]

„Ein heldenhaft über barbarische Wilde und in Duellen über Gunslinger triumphierender John Wayne wird von gebrochenen, mehr als ambivalenten Protagonisten auf dem titelgebenden Pfad der Verlorenen abgelöst… Auch für ‚Greenhorns‘ unbedingt lesenswert“ – Boris Klemkow in Deadline – Das Filmmagazin, Nov./Dez. 2024. [Rezension als PDF]

„Robert Zion stellt auf 280 Seiten chronologisch geordnet 34 Noir Western vor und bietet auch Einblick in die Zerrissenheit der USA: Ein großartiges, von spürbarer Cinephilie durchzogenes und auch hervorragend bebildertes Filmbuch“ – Walter Gasperi auf film-netz.com. [link]

„Eines meiner ersten Bücher überhaupt war… Joe Hembus’ Western-Lexikon, in dem ich bis heute alle Western anstreiche, die ich gesehen habe, darunter etwa ‚Ritt zum Ox-Bow‘, ‚Bravados‘, ‚Cheyenne‘ oder das Ford/Wayne-Meisterwerk ‚Der schwarze Falke‘… Und genau von denen schreibt natürlich auch Robert Zion in seiner kenntnisreichen ‚Werkausgabe 4‘ unter dem düster-verwegenen Titel ‚Auf dem Pfad der Verlorenen‘. Der Autor hat es sich hierbei zur Aufgabe gemacht den ‚Noir Western‘ aus der Zeit 1943 bis 1971 genauer unter die Lupe zu nehmen, erklärt überhaupt die Begrifflichkeit ‚Noir‘ (und warum sie auch für Westernfilme von Bedeutung ist) und erweist sich so als Schatzsucher und Bewahrer etlicher Meisterwerke, die es unbedingt verdient haben, auch weiterhin Beachtung zu finden“ – Gerald Huber in In München, Jan. 2025. [Rezension als PDF]

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Auszug CAVE OF OUTLAWS (1951)

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