Nachruf auf RHONDA FLEMING (1923-2020)

Am Mittwoch, den 14. Oktober 2020 ist Rhonda Fleming im Alter von 97 Jahren im Saint John’s Health Center Santa Monica friedlich entschlafen. Sie starb nach einem einwöchigen Krankenhausaufenthalt an Komplikationen nach einer Aspirationspneumonie. Auf ihren Wunsch wurde Rhonda Fleming im Oktober 2020 auf dem jüdischen Friedhof Hillside Memorial Park in Culver City, Los Angeles County, im Familiengrab Ted Manns in den „Akaziengärten“ beigesetzt, wo nicht nur ihrer, sondern unter anderem auch Richard Brooks, Jeff Chandler, Jerry Goldsmith, Sam Katzman, Leonard Nimoy und Shelley Winters gedacht werden kann.

Im Dezember erscheint in der Ausgabe #40 des 35 Millimeter Retro-Film-Magazins mein Nachruf auf Rhonda Fleming. Um nicht zu lange warten zu müssen, hat culturmag.de nun eine etwa um die Hälfte eingekürzte Fassung des Nachrufs veröffentlicht. Mein ganz besonderer Dank hierfür gilt Alf Mayer:

Link zum Nachruf auf culturmag.de

 


Rhonda Fleming in: Zwei rechnen ab (Gunfight at the O.K. Corral, John Sturges, 1957)

 

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Mediabook – DER WEITE RITT (1971) von Peter Fonda

Der weite Ritt (The Hired Hand, Peter Fonda, 1971)

Ich muss schon sagen, ich bin tief beeindruckt, von dieser Veröffentlichung, vor allem aber von diesem Film. So beeindruckt, dass ich hier – entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten – eine Empfehlung dieses Mediabooks abgeben möchte. Peter Fondas erste Regiearbeit, der Western Der weite Ritt (The Hired Hand, 1971), ist am 11. April 2019 bei Koch Films in aufwendiger Ausstattung als Mediabook erschienen (technische Daten weiter unten).

Nach dem Welterfolg von Easy Rider (1969) erhielten Dennis Hopper und Peter Fonda für ihre nächsten Projekte von den Major-Studios jeweils $1 Million und künstlerische Narrenfreiheit: Story, Besetzung, Crew, Endschnitt – alles lag in ihrer Kontrolle. Nicht etwa, weil Old Hollywood von Easy Rider begeistert gewesen wäre, sondern weil der Film der Columbia $60 Millionen einspielte. Hopper drehte so 1971 für die Universal The Last Movie, Fonda für dasselbe Studio diesen Film. Die Universal war von den beiden Filmen entsetzt, Der weite Ritt ließ die Firma gerade mal eine Woche in den Kinos, Hoppers Film immerhin noch zwei Wochen. Und so verschwand ein Film aus dem kulturellen Gedächtnis und der Filmgeschichte, den man als einen Höhepunkt des amerikanischen Westerns in seiner jahrzehntelangen Geschichte bezeichnen kann – nein: muss.

Der weite Ritt ist kontemplativ, fast schon meditativ erzählt. Es ist die Geschichte der Suche des Westerners (Peter Fonda) nach Frieden und Heimat auf der Farm seiner Frau (Verna Bloom). Die Suche scheitert am Wesen Amerikas: seiner Gewaltkultur. Fonda (und Drehbuchautor Alan Sharp) lassen mit dem Schlusssatz des Films Warren Oates, dem Freund der Hauptfigur, erzählen, was sie von diesem Land halten: „Das sind Verbrecher.“

Was hätte man von Peter Fonda, dem „Captain America“ aus Easy Rider und der filmischen Identifikationsfigur der Hippie- und Protestkultur der 60er Jahre, auch anderes erwarten können? Nun, zumindest noch einen der schönsten und poetischsten Filme über die Natur und die Weite dieses Landes, visuell, musikalisch (Musik von Bruce Langhorne), wie rhythmisch. Fonda und Kameramann Vilmos Zsigmond verzichten sehr oft auf Schnitte zugunsten langsamer Überblendungen der Durchquerungen der Flüsse, Wälder, Wüsten, Steppen und Käffer. Nicht selten wirken die Figuren dadurch wie Gespenster, die nicht wirklich anwesend sind in diesem Land. In der vielleicht schönsten Szene des Films steht Peter Fonda auf seiner Farm und lässt seinen Blick durch die Röte des aufgerissenen Himmels eines Sonnenuntergangs schweifen, wie ein Beobachter, der von diesem Land ebenso überwältigt ist, wie von einer Landschaft und der Atmosphäre auf einem fremden Planeten. Den höchsten Preis für das Wesen dieses Landes zahlt allerdings seine Frau…

Fonda erzählt nichts wirklich Neues, in den großen „Adult Western“ von Walsh, Ford, Mann oder Boetticher wurde diese Geschichte einer „unmöglichen Heimat“ bereits erzählt – etwa in Colorado Territory (Vogelfrei, Raoul Walsh, 1949), The Searchers (Der schwarze Falke, John Ford, 1956), Man of the West (Der Mann aus dem Westen, Anthony Mann, 1958) und Comanche Station (Einer gibt nicht auf, Budd Boetticher, 1960) -, aber er verdichtet es erzählerisch wie formal enorm und dreht damit wahrlich den Western New Hollywoods, vielleicht sogar den allerletzten amerikanischen Western, der das erfüllte, was Peter Fonda selbst über das Genre sagte, dass „der Western das antike Dramas Amerikas ist.“

Der Bildtransfer der Blu-ray (wie auch der DVD) ist herausragend und der experimentellen Kameraarbeit mit ihrer komplexen Lichtführung, ihren teils grobkörnigen, teils glasklaren Bildern, mehr als angemessen. Die Fassung des Films entspricht der von Peter Fonda gewünschten. Dies alles, gemeinsam mit den umfangreichen und kompetenten Extras, macht Der weite Ritt jetzt schon zu einer der Veröffentlichungen dieses Jahres.

 

Technische Daten:

DER WEITE RITT

Koch Films (2019), Best.-Nr.: 1020448
1 Blu-ray, 2 DVDs.
Filmlänge: ca. 91 Minuten (Blu-ray), ca. 88 Minuten (DVD). Bildformat (Blu-ray): 1.85:1 (HD 1080p 24fps). Tonformat (Blu-ray): PCM 2.0. Sprachen: Deutsch/Englisch. Untertitel: Deutsch/Englisch. Extras: Trailer, TV- und Radiospots; Audiokommentar von Peter Fonda; Dokumentation “The Return of the Hired Hand” (ca. 59 Min.); Oates und Fonda beim National Film Theatre, 1971 (ca. 77 Min.); Dokumentation “The Odd Man” über Drehbuchautor Alan Sharp (ca. 52 Min.); Anmerkungen von Martin Scorsese; Josh Olson über “Der weite Ritt” (ca. 2 Min.); Zusätzliche Szenen (ca. 21 Min.); Bildergalerie mit seltenem Werbematerial; 20-seitiges Booklet (von Sascha Westphal).

 

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Trash fürs Kommunale Kino – SUSPIRIA (2018) von Luca Guadagnino

Suspiria (Luca Guadagnino, 2018)

Es ist alles so deprimierend! So deprimierend wie “Deutschland im Herbst”, genauer, wie West-Berlin im Jahr 1977: die RAF, Schleyer, Stammheim, die Landshut. “Der Spiegel”, den eine der Protagonistinnen demonstrativ in der Hand hält, titelt: “Terror”. Wir sehen hausbesetzte Berliner Hinterhöfe, noch Holzbänke in der S-Bahn, abweisende DDR-Grenzer mit Pelzmütze, die den Visa-Stempel zücken, Transparente überall, Sprüche an der Grenzmauer (“Honecker muss weg!”). Angela Winkler (Deutschland im Herbst, 1978), die hier die Rolle der Alida Valli macht, spielt dann natürlich auch mit. Und früher gab es noch “Theresienstadt”, das erfahren wir spätestens dann, wenn Jessica Harper (das Original) ins Spiel kommt. KZ! Das ist ja noch deprimierender!

Thom Yorke, Frontmann der Depri-Rockband Radiohead, begleitet den ganzen Frust in Moll, während Dakota Johnson (als Jessica Harper) und Tilda Swinton (unter Anderem als Joan Bennett und als “Klemperer”) in tristen, abgerissenen Settings Dario Argentos und Daria Nicolodis Minimalgeschichte (Amerikanerin kommt in eine deutsche Tanzschule, wo die bösen Hexen hausen) mit todernst-trauriger Arthouse-Mimik auf zähe zweieinhalb Stunden auswalzen.

Der Film ist in mehrere Akte und in einen Epilog eingeteilt. Doch bereits ab Akt 2 beginnt der Kampf des Betrachters gegen die Zeit und der Film konsequent gegen alle drei filmischen Grundregeln Billy Wilders zu verstoßen (“Du sollst nicht langweilen”, “Du sollst nicht langweilen” und “Du sollst nicht langweilen”).

Luca Guadagninos Remake von Dario Argento Suspiria von 1977 ist dabei garnicht so eigenständig, wie es gelegentlich bereits geschrieben wurde. Argentos Geschichte der “Drei Mütter”, die Set Pieces, die Bezüge zu Deutschland und zur bildenden Kunst, die Gewalt sowie Sigmund Freud und C. G. Jung sind stets allgegenwärtig. In Guadagninos angestrengtem – und anstrengendem – Bemühen, sich dennoch vom Original abzusetzen, verwandelt er Argentos Ästhetizismus plakativ in eine (an dem Maler Balthus orientierte) Anti-Ästhetik. Das ist ja auch ein Konzept. Alles ist hier daher – vermeintlich – Anti-These zum Original (“besonders schön”/”besonders hässlich”, “besonders wilde Musik”/”besonders getragene Musik”, “besonders elegant”/”besonders abgerissen”, “besonders künstlich”/”besonders realistisch”, usw.), beruht dabei aber letzlich doch nur auf schematischen Wahrnehmungen von Argentos Film.

Getanzt (dies allerdings durchaus beeindruckend) wird daher mit schmutzigen Füssen, in farblich ausgewaschenen Bildern, in denen immer irgendwas unscharf ist; das West-Berlin von 1977 sieht aus wie die DDR von 1987 und aus der Art Nouveau- und Jugendstil-Ästhetik des Originals wird nun ein eklatanter Mangel an Malern und Tapezierern. Da Argentos Film ja irgendwie als “Arthouse”-Horror gilt, unterbreitet uns Guadagnino hiermit also seine Idee von “Arthouse” und da Argento stets “Gewalt filmte”, muss die Gewalt hier natürlich auch besonders grausam ausfallen. Herausgekommen ist am Ende ein in Rot getauchtes CGI-Splatter-Finale, auf dessen “Härte” Andreas Schnaas (Violent Shit, 1989) und Olaf Ittenbach (The Burning Moon, 1992) sicher stolz gewesen wären – aber das sind ja auch Deutsche. Da wäre es nur konsequent gewesen, den Radiohead-Sound gleich durch derzeit gängigen Depri-Deutschpop zu ersetzen.

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Goodbye, little guy! – Nachruf auf DICK MILLER

In den vergangenen vier Monaten, in denen ich mich intensiv um die Fertigstellung und den Vertrieb meines Roger Corman-Buches kümmerte, war mir Dick Miller stets präsent. Und natürlich hätte ich mir einen weniger traurigen Anlass gewünscht, um nach dieser Pause wieder in meinen Filmblog einzusteigen. Denn, wenn Dick Miller in einem Film auftaucht, dann zaubert er mir stets ein Lächeln aufs Gesicht. Und nicht selten lächelt er auch noch zurück, mit seinem so typischen, ironischen, leicht seitlichen Blick von unten herauf, wie der hipster „Shorty“ in dem 50er-Jahre-Rock’n’Roll-Club in Roger Cormans Rock All Night von 1957, seiner ersten Hauptrolle.


Rock All Night
und Sorority Girl (1957)

Viele Hauptrollen hat Dick Miller nicht gespielt, dafür aber, so zählt der Hollywood Reporter auf, in mehr als 175 Filmen und mehr als 2.000 Fernsehauftritten. Er war wohl der bekannteste aller unbekannten Hollywood-Schauspieler, das, was man für gewöhnlich einen „Charakterdarsteller“ nennt, aber wirkliche Charaktere durfte er in seinen Filmen so gut wie nie entwickeln. Und so war da zumeist nur dieses Lächeln und der ironische Blick, direkt an uns gerichtet.

Mit Barboura Morris in A Bucket of Blood (1959)

Richard “Dick” Miller, 1928 geboren, stammt aus einfachen Verhältnissen aus der New Yorker Bronx, 1952 ging er nach Hollywood, um Autor zu werden. Doch statt Ruhm erwartete ihn dort das Hungertuch und kaum Jobs, um überhaupt den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Einen guten Teil seiner sechzigjährigen Filmkarriere sollte sich dies nicht ändern. Nachdem ihn sein Freund Jonathan Haze Roger Corman vorgestellt hatte, spielte er ab 1955 regelmäßig für dessen independent-Kino, nur Ende der 50er in größeren Rollen und einigen wenigen Hauptrollen. Dick Miller wurde zu dem Gesicht in den Filmen Cormans.

Mit Peter Fonda und Bruce Dern in Roger Cormans The Trip (1967)

1970, nachdem Corman seine aktive Karriere als Regisseur beendet und die New World Pictures gegründet hatte, spielte er vor allem für die Regisseure der Corman-Schule, für James Cameron, Barbara Peeters, Jonathan Demme, Martin Scorsese, Allan Arkush, Jonathan Kaplan, usw. – und er wurde nun zu dem Gesicht in den Filmen Joe Dantes. Aber, während andere, die bei Roger Corman ihre Schauspielkarriere begonnen oder dort ihren Durchbruch hatten – Jack Nicholson, Robert De Niro, Peter Fonda, William Shatner, Charles Bronson, Sylvester Stallone, u.v.m. –, New Hollywood prägten und Stars wurden, blieb Dick Miller stets vom Pech verfolgt.

Mit Arnold Schwarzenegger in James Camerons Terminator (1984)

Da passte es dann auch, dass Quentin Tarantino, ein großer Bewunderer des Kinos Roger Cormans und Fan Dick Millers, die Szenen, die er mit ihm für Pulp Fiction (1994) gedreht hatte, herausschnitt. Bis auf eine: Nur kurz sehen wir ihn als „Monster Joe“ im Hintergrund und aus einiger Entfernung aus dem Bild gehen, einen kleinen Mann mit krummen Beinen, traurig wirkend und irgendwie auch schon Abschied nehmend.

Mit John Goodman in Joe Dantes Matinee (1993) und Harvey Keitel in Quentin
Tarantinos Pulp Fiction von 1994 (nicht verwendete Szene)

Dick Miller blieb so immer nur der Status eine Kult-Figur, geliebt von den Fans, gebeutelt von einem sehr schweren, zumeist prekären Leben. Dabei konnte er großartig und zuweilen sehr intensiv spielen, als tragischer Kellner „Walter Paisley“ in dem Beatnik-Schuppen in Roger Cormans A Bucket Of Blood (1959), als „Shorty“ in dem bereits erwähnten Rock All Night, als „Mort“ in Roger Cormans Sorority Girl von 1957 (oberflächlich betrachtet ein Teenager-Campus-Film, in Wirklichkeit ein Underground-Fetisch-Drama), als Sportlehrer „Sam“ in Barbara Peeters’ – leider vergessenem – Film über das female empowerment Summer School Teachers von 1974.

Dick Miller ist am 30. Januar 2019 in Los Angeles im Alter von 90 Jahren gestorben. Am Ende wirkte er doch versöhnt mit seinem harten Leben, mit dem, was er erreicht, aber auch mit dem, was er nicht erreicht hatte. So scheint es jedenfalls in Elijah Drenners sehr sehenswerten Dokumentation That Guy Dick Miller von 2014 immer wieder durch, die von dem kleinen deutschen Label Subkultur Entertainment mitproduziert wurde. Vor allem aber wird er uns weiterhin ein Lächeln auf das Gesicht zaubern, immer dann, wenn er kurz einen Film betritt – und sei es nur als freundlicher Pizzabote, dem gleich wieder die Tür vor der Nase zugeschlagen wird (wie noch 2009 in Joe Dantes The Hole).

Goodbye, little guy!

 

Bild-/Tonträger:

Blu-ray: “That Guy Dick Miller” (Subkultur Entertainment, 2014), Ton: Engl. mit dt. Untertiteln, Bild: 1.78:1.

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JACKSON COUNTY JAIL (1976) von Michael Miller

Jackson County Jail (Vergewaltigt hinter Gittern, Michael Miller, 1976)

Jackson County Jail, Ende 1975 für $500.000 in vier Wochen gedreht, ist eine der ganz wenigen Eigenproduktionen von Roger Cormans New World Pictures, die sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik gleichermaßen Erfolg hatten. Der Film spielte $2,3 Millionen ein, avancierte hiernach zum Kult-Film und wurde von Quentin Tarantino als einer der Filme für das erste “Quentin Tarantino Film Fest” 1996 in Austin, Texas ausgewählt. Der bedeutendste Filmkritiker der USA Roger Ebert bezeichnete den Film als “kraftvoll und ehrlich”, Vincent Thomas nannte ihn ein “erschütterndes Bild des zweihundertjährigen Amerika” und Vincent Canby sah in ihm ein Beispiel “eines Filmemachens von unbamherziger Energie und von erschütternder Anziehungskraft, das an die Agit-Prop-Melodramen der 30er Jahre erinnert.” Und Roger Corman sowie der zu diesem Zeitpunkt 36-jährige Regisseur Michael Miller hatten genau dies im Sinn, wie Miller selbst erzählte: “Ich wollte einen Film über die Zweihundert-Jahr-Feier drehen. Ich wollte, dass der Film eine Metapher dafür ist, wo ich das Land 1976 sah: Es gab einen große Auseinandersetzung um Frauenrechte, es gab viel Verständnis für kriminelle Handlungen und es gab eine Menge Idioten, die diesen 4. Juli feierten, bei dem die Polizei tatsächlich auch Menschen in Paraden abschoss.”

Dinah: Yvette Mimieux

Damit wären wir bereits bei der Handlung: Für die in der Werbebranche arbeitende Dinah Hunter (Yvette Mimieux) beginnt der Tag, der für sie alles verändern wird, nicht gerade angenehm als ein Kunde sie bei einer Testvorführung mit typischen Macho-Stereotypen auflaufen lässt. Zuhause angekommen, muss sie auch noch feststellen, dass ihr Mann sie mit einer Jüngeren betrügt, sie kurzerhand fallen lässt und sogar aus ihrem gemeinsamen Haus wirft. Dinah entschließt sich bei einer Freundin in New York ihren alten Job wieder aufzunehmen und macht sich von Los Angeles aus mit dem Auto auf den Weg quer durch die USA. Unterwegs nimmt sie zwei Tramper (Robert Carradine und Nancy Lee Noble) mit, doch die ziehen plötzlich eine Waffe und stehlen ihr des Nachts irgendwo auf dem Lande in Jackson County ihr Auto sowie ihre Handtasche mit ihrem Geld und ihren Papieren. Dinah schleppt sich in ein verlassenes Diner, will dort die Polizei anrufen, doch der Barkeeper Dan (Britt Leach) bedrängt sie in eindeutiger Absicht. Als schließlich im letzten Moment ein Deputy des County-Sheriffs auftaucht, glaubt dieser allerdings dem Barkeeper, der behauptet Dinah habe ihn angegriffen. Da sie zudem ihre Identität nicht nachweisen kann, wird sie verhaftet und in das Gefängnis von Jackson County gesteckt – auf dem Lande hält man zusammen.

Blake: Tommy Lee Jones

In ihrer Nachzbarzelle liegt der Kriminelle Blake (Tommy Lee Jones), der unter Mordanklage nach Texas ausgeliefert werden soll. Sheriff Dempsey (Severn Darden) erklärt Dinah, dass sie die Nacht im Gefängnis bleiben muss, bis er ihre Identität endgültig festgestellt hat. In dieser Nacht wird Dinah von dem hinterwäldlerischen Nachtwächter Deputy Hobie (Fredric Cook) brutal vergewaltigt. Dinah nimmt nach dem ersten Schock einen Holzstuhl und schlägt hiermit den Deputy tot. Blake schnappt sich die Schlüssel und bricht nun mit Dinah aus. Die beiden fliehen in Hobies Pickup. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd kommt Sheriff Dempsey bei einem Unfall ums Leben. Die beiden sind nun Cop-Killer. Sie verstecken sich zunächst bei Blakes outlaw-Freunden – darunter Pearl (Mary Woronov) – in einer Scheune in den Bergen. Ein erste Angriff zweier Polizisten kann von den schwer Bewaffneten noch abgewehrt werden und Dinah und Blake fliehen weiter auf eine verlassene Ranch.

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