DER UNHEIMLICHE MR. SARDONICUS (Mr. Sardonicus, 1961) von WILLIAM CASTLE im Mediabook

 

 

 

 

Im August 2019 startet Koch Films seine “William Castle Collector’s Edition” mit der Veröffentlichung von William Castles DER UNHEIMLICHE MR. SARDONICUS (Mr. Sardonicus, 1961) auf Blu-ray und DVD. Das wunderschön gestaltete Mediabook im Schuber enthält als Extras u.a. eine Replik der “Punishment Poll”-Karte, mit der die Zuschauer im Kinosaal über das Schicksal der Titelfigur abstimmen konnten, sowie einen Audiokommentar von mir.

In diesem gehe ich natürlich auf Castles Gimmick-Kino ein, aber auch auf die Bezüge des Films zum klassischen Universal-Horror, auf vielfältige Motive im Kino William Castles, die kulturelle Bedeutung der Maske sowie die historischen, kulturellen, filmhistorischen und medizinischen Implikationen des “sardonischen Grinsens” (risus sardonicus). William Castles DER UNHEIMLICHE MR. SARDONICUS ist ein Meisterwerk des Kinos des Unheimlichen und die deutsche Heimkino-Veröffentlichung des Jahres!

Das Mediabook enthält folgende Extras:

  • Audiokommentar von Robert Zion (ca. 89 Min.)
  • Featurette “Taking the Punishment Poll” (ca. 8 Min.)
  • Richard Kahn über den “Punishment Poll” (ca. 6 Min.)
  • Jonathan Rigby über “Mr. Sardonicus” (ca. 28 Min.)
  • Stuart Gordon über “Mr. Sardonicus” (ca. 4 Min.)
  • Deutscher und englischer Trailer
  • Bildergalerie mit seltenem Werbematerial
  • Punishment Poll-Karte (fluoreszierende Miniatur-Replik)
  • 16-seitiges Booklet von Christoph Huber

 

 

Technische Daten:

FSK: 16
Bild
: Blu-ray: 1.85:1 (HD 1080 p)/DVD: 1.85:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 89 Minuten (Hauptfilm)
Ton Hauptfilm: Deutsch, Englisch (Blu-ray: PCM 2.0/DVD: Dolby Digital 2.0 Stereo)
Untertitel: Deutsch

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LA SINDROME DI STENDHAL (1996) von Dario Argento

Sehnsucht
THE STENDHAL SYNDROME (1996) oder Die Macht der Bilder

„Man kann das Böse empfinden, nur weil man auf ein kleines Detail in der Ecke starrt und weiß, dass sich der Künstler damit vor Jahrhunderten abgequält hat“ –

Dario Argento.

Der französische Romantiker Henri Beyle (1783-1842), der sich selbst „Stendhal“ nannte, hat 1817 in den Tagebüchern seiner Italienreise erstmals einen von der Wirkung von Kunstwerken ausgelösten „physischen Zustand“ beschrieben, den sein Landsmann Seillière noch 1906 etwas sarkastisch als eine „romantische Krankheit“ bezeichnete. Nach der Betrachtung der Grabmäler Machiavellis, Michelangelos und Galileis und der Fresken Volterranos in der Kirche Santa Croce in Florenz, notierte Stendhal am 22. Januar in seinem Tagebuch: „Meine Bewegung ist so tief, dass sie fast religiös ist. Das feierliche Dunkel dieser Kirche, ihr schlichter, offener Dachstuhl, ihre unvollendete Fassade, das alles spricht eindringlich zu meiner Seele. Ach, könnte ich doch vergessen! … Ich war in Bewunderung der erhabenen Schönheit versunken; ich sah sie aus nächster Nähe und berührte sie fast. Ich war auf dem Punkt der Begeisterung angelangt, wo sich die himmlischen Empfindungen, wie sie die Kunst bietet, mit leidenschaftlichen Gefühlen gatten. Als ich die Kirche verließ, klopfte mir das Herz; man nennt das in Berlin Nerven; mein Lebensquell war versiegt, und ich fürchtete umzufallen.“ Später wurde diese seltsame Symptomatik – eine Mischung aus Reisemüdigkeit, romantischer Sehnsucht und Überwältigung durch die Kunst – von Medizinern nach dem französischen Schriftsteller benannt: „Das Stendhal Syndrom“. Noch heute stehen in Florenz drei Krankenbetten für Besucher der Uffizien bereit, die diesem Syndrom erliegen.

Nachdem Argento eine Beschreibung des Syndroms in dem Buch „La Sindrome di Stendhal“ der freudianischen Psychoanalytikerin Graziella Magherini entdeckt hatte, war er sofort fasziniert von den filmischen Möglichkeiten, die es eröffnete: „Als ich weiter über das Syndrom nachforschte, fand ich heraus, dass es nicht nur gespaltene Persönlichkeiten und Halluzinationen verursacht, oder dazu führt, dass sich die Leute selbst Verletzungen beibringen; es verleiht den betroffenen Personen auch enorme physische Kräfte und löst oftmals Todessehnsüchte bei ihnen aus. Stendhal ist viel gereist – er schrieb unzählige Reisebücher – und war ein absoluter Verehrer der Dichtung Lord Byrons. Er gehörte zu jenen Vollblutromantikern, die meiner Meinung nach empfänglicher dafür waren, durch die Schönheit überwältigt zu werden. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass er müde war – das Touristendasein ist anstrengend -, das könnte viel mit dem Schwindelerregenden seiner Symptome zu tun haben. Dennoch kann man nicht abstreiten, dass das Syndrom existiert, denn in Florenz fällt ihm bis heute eine Person pro Tag zum Opfer. Nun gab es da einen ungewöhnlichen Zustand, der all die charakteristischen Eigenarten aufwies, die ich für Wert hielt, sie in Drehbuchform zu diskutieren. Du schaust ein Gemälde an und deine Seele verändert sich. Du siehst ein Meisterwerk und es ist unmöglich, hiernach noch dieselbe Person zu bleiben. Man kann das Böse empfinden, nur weil man auf ein kleines Detail in der Ecke starrt und weiß, dass sich der Künstler damit vor Jahrhunderten abgequält hat. Meine ganze Aufregung galt der Tatsache, dass die Kunst für gewöhnlich für etwas gehalten wird, was den Geist anregt, und nicht für etwas, dass ihn zerstört oder überwältigt. In der Schule wurde uns erzählt, die Kunst könne unser Leben bereichern. Stendhal hat entdeckt, dass dies nicht wahr ist. Sie kann ebenso entkräftend sein. Die Möglichkeiten der Kunst interessierten mich schon immer brennend. So wurde in der Regel angenommen, dass Gewaltdarstellungen im Film und Fernsehen Gewaltbereitschaft im Betrachter auslösen. Die ersten zwanzig Minuten SUSPIRIAS wurden oft als Beispiel dafür angeführt, dass die Leute ihr Bewusstsein verlieren, aber so ist es auch bei der Kunst. Das sind die Fragen, die ich mit THE STENDHAL SYNDROME aufwerfe.“

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Joseph L. Mankiewicz’ DRAGONWYCK (Weisser Oleander, 1946) mit VINCENT PRICE

Connecticut, Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Familie des tiefgläubigen Farmers Ephraim Wells (Walter Huston) erhält einen Brief von dem Lehnsherren Nicholas Van Ryn (Vincent Price), einem entfernten Verwandten, in dem dieser darum bittet, ihm eine von Wells’ Töchtern als Erzieherin seines Kindes in sein Herrenhaus Dragonwyck am Hudson River zu schicken. Nach einigem Zögern ihres Vaters darf schließlich Miranda (Gene Tierney), ein für die ihr unbekannte Welt des Adels schwärmendes Mädchen voller naiver Lebenslust, diese Reise antreten. Aber Miranda findet dort keineswegs die von ihr erwartete glitzernde Welt des Adels vor. In dem protzigen Dragonwyck residiert Van Ryns verfressene und verunsicherte Frau Johanna (Vivienne Osborne). Unter einer Fassade höflicher Umgangsformen verbergen sich ein untergründiger familiärer Hass und tödliche Langeweile, nur mühsam kaschiert von der unvergleichlichen Arroganz Van Ryns und einem verzweifelten Festhalten an starren Konventionen.

Eine beklemmende Atmosphäre, die sich in den tieftraurigen Augen von Van Ryns Tochter Katrina (Connie Marshall) widerspiegelt.

Überdies beginnen die Farmer unter der Führung des jungen Arztes Dr. Turner (Glenn Langan) gegen ihren Lehnsherren zu rebellieren. Obwohl der Aufstand der Farmer gegen das Pachtgesetz sich ausweitet, besteht Van Ryn auf sein auf das Jahr 1630 zurückgehendes “verbrieftes Recht” als Patron. Doch der Kampf um die Besitzrechte des Landes wird von der familiären Tragödie überschattet: Während Johanna mit einer Erkältung im Bett liegt, stellt ihr Van Ryn in vermeintlich fürsorglicher Absicht einen Oleanderbaum in das Schlafzimmer. Als sie am darauffolgenden Tag stirbt, steht der von Van Ryn eigens konsultierte Dr. Turner vor einem Rätsel. Schon bald nach dem plötzlichen Tod seiner Frau gesteht der Patron der verwirrten Miranda seine Liebe – und auch, dass Johanna nach der Geburt ihrer Tochter keine Kinder mehr bekommen konnte (“Es traf mich wie ein Todesurteil, dass Dragonwyck keine männlichen Erben haben sollte”). Kurz vor der Rückkehr zu ihrer Familie wird auch Dr. Turners Antrag von Miranda abgewiesen.

Nachdem Miranda nach Connecticut zurückgekehrt ist, tauch schon bald Van Ryn auf und hält um die Hand des jungen Mädchens an. Die beiden heiraten – dem jungen Glück scheint nichts mehr im Wege zu stehen.

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DER VERLETZLICHE BLICK – REGIE: DARIO ARGENTO erschienen


Robert Zion
DER VERLETZLICHE BLICK – REGIE: DARIO ARGENTO
365 Seiten, 104 farbige Abbildungen, 14 erläuterte Bildtafeln
12,4 x 19,3 cm [Paperback]

2. verbesserte Auflage
Erschienen im Mai 2017

ISBN-10: 3743194988
ISBN-13: 9783743194984
€ [D] 28,99

Ob es die “deutsch-italienische Blutader im Kino” (Dominik Graf) ist oder jener “eisige Modernismus, perfektioniert mit der Präzision eines Mondrian-Gemäldes, der durch überraschend-bestürzende rote Schnitte unterbrochen wird, die diese Komposition zerreißen und neu organisieren” (Patricia Moir) – im Kino DARIO ARGENTOS ist alles – der Blick, der Raum, die Bewegung, der Rhythmus und der Tod – auf eine skandalöse Weise verführerisch. ROBERT ZION erinnert daher nun mit Argento noch einmal an das Kino als Kunstform des vergangenen Jahrhunderts, bevor wir dessen Geschichte endgültig zu den Akten legen.

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E-Book:

ePUB [5,7 MB)
ISBN-13/EAN: 9783743159037
€ [D] 13,99

Direkt beim Verlag bestellen [E-Book]

Rezensionen:

“Robert Zions Blick auf Argento ist allerdings auch ein wehmütiger, weil zwischen den Zeilen immer wieder das Bedauern durchbricht, dass die Zeit der künstlerisch wertvollen Horror-Filme schon lange vorbei ist und wohl nie mehr wieder kommen wird. Der Vorwurf einer ‘vollkommenen ästhetischen Indifferenz im heutigen Kino’ ist zwar gewagt, bringt aber dennoch auf den Punkt, dass das gegenwärtige Kino im Laufe der Jahre auf formalästhetischer Ebene deutlich an Faszination eingebüßt hat, was angesichts der technischen Möglichkeiten reichlich ernüchternd ist. DER VERLETZLICHE BLICK – REGIE: DARIO ARGENTO zeigt insofern einmal mehr wie wichtig Filmemacher mit künstlerischer Vision für den Genre-Film sind und wie schmerzlich die Lücke pocht, die Argento hinterlassen hat und die trotz ambitionierter Regievirtuosen wie Nicolas Winding Refn bislang nicht wieder angemessen gefüllt werden konnte” – Das Manifest, Mai 2017. [Link zur Rezension]

“Insgesamt ist Zions Studie ansprechend bebildert mit 104 farbigen Abbildungen und 14 erläuterten Bildtafeln, mit brauchbarer Filmografie, Bibliografie und Register, eine anregende Lektüre, die Lust macht, die Filme (…) wieder zu sehen” – Splatting Image, Januar 2019. [Link zur Rezension]

Auszug: La Sindrome di Stendhal (1996)

Hits: 13

THE TINGLER (Schrei, wenn der Tingler kommt, 1959) von WILLIAM CASTLE auf Blu-ray/DVD

 

 

 

Am 19. August 2016 erscheint William Castles Kultfilm mit Vincent Price THE TINGLER (Schrei, wenn der Tingler kommt, 1959) als Nr. 3 von  “Die Rache der Galerie des Grauens” von Anolis auf Blu-ray/DVD.

Für John Waters ist THE TINGLER “einer der besten Filme, die jemals gedreht wurden”, mit Sicherheit ist es einer der ungewöhnlichsten, was ich in dem Audiokommentar gemeinsam mit Ingo Strecker zu ergründen versuche: “Tatsächlich hat Castle mit THE TINGLER eine dicht und bedrohliche camp-Fantasie geschaffen, vor allem aber auch einen sehr persönlichen Film. Bill Castle hat immer Angst vor der Angst gehabt… Aber, er wäre nicht er selbst gewesen, hätte er diese Angst vor der Angst nun in THE TINGLER nicht auch mit einer gehörigen Portion Ironie und seiner Liebe zum Kino als Spektakel verbunden. Ein unvergessliches Spektakel wurde der Film in der Tat, nicht zuletzt dank Castles Gimmick, für das Dona Holloway den Namen gefunden hatte, dem ‘Percepto’” (Robert Zion: William Castle oder Die Macht der Dunkelheit, 2000).

THE TINGLER enthält folgende Extras:

 

  • Audiokommentar von Robert Zion und Ingo Strecker (ca. 81 Min.)
  • Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad
  • Deutsche Kinofassung
  • Dokumentation: “Scream For Your Life”
  • Amerikanischer Kino-Trailer
  • Deutscher Kino-Trailer
  • “Scream”-Szene Kinosaal
  • “Scream”-Szene Autokino
  • Bildergalerie
  • 16-seitiges Booklet mit einem Text von Dr. Rolf Giesen

 

Technische Daten:

FSK: 12
Bild
: 1.79:1 (16:9)
Laufzeit: 81 Minuten (BD/24 fps)/78 Minuten (DVD/25 fps)
Ton: Deutsch, Englisch (DTS-HD 2.0 Mono)
Untertitel: Deutsch

Nicht mehr lieferbar

Hits: 44

BLUTIGE SEIDE (Sei donne per l’assassino, 1964) von MARIO BAVA auf DVD erschienen

 

 

 

Am 28. März 2003 ist Mario Bavas giallo und Ur-Film des modernen Horrorkinos BLUTIGE SEIDE (Sei donne per l’assassino, 1964) bei der Edition Buio Omega/Edition Hände Weg! auf DVD im Digipack und Samtschuber erschienen. Die Edition enthält den legendär gewordenen “San Remo”-Audiokommentar von mir und Christian Kessler, mein Booklet– und Coverdesign sowie meinen Booklet-Text “Mario Bava und der italienische Giallo-Thriller.”

“Die Erscheinung des Mörders ist wie eine Versinnbildlichung der surrealen, fetischistischen und sexuell aufgeladenen Grundstimmung des Films: Gekleidet in schwarzes Leder, trägt dieser einen das Gesicht zudeckenden Schleier, der an Bilder René Magrittes erinnert, auf denen sich zwei Liebende mit vollständig von Tüchern umwickelten Köpfen küssen. Dass diese Bezüge zur Kunst, seien sie nun beabsichtigt oder unbeabsichtigt, nicht unwesentlich sind für die Bildsprache Bavas, dessen Affinität zur Malerei hinlänglich bekannt ist, mag gerade dieses Motiv Magrittes verdeutlichen: Die Mutter des Malers, die Selbstmord begangen hatte, wurde mit ihrem über das Gesicht gespültem Hemd im Wasser treibend aufgefunden. Der belgische Surrealist hat dieses Motiv immer wieder gemalt, getrieben von Verachtung und Liebe. BLUTIGE SEIDE ist voll von solchen sich unwiderstehlich einprägenden Bildmotiven, die seine eigentliche Geschichte erzählen und zu weiteren Geschichten anregen, und in denen Hass, Gewalt und Begierden – und im giallo gehören diese unumstößlich zusammen – visuell gefrieren” (Robert Zion: Der verletzliche Blick – Regie: Dario Argento, 2017).

BLUTIGE SEIDE ist als Digipack im Samtschuber mit folgenden Extras erschienen:

 

  • “San Remo”-Audiokommentar von Robert Zion und Christian Kessler (ca. 84 Minuten)
  • Einführung durch Thomas Reiner (ca. 6 Minunten)
  • Interview mit Carlo Rusticelli (ca. 8 Minuten)
  • Der Katholische Filmdienst: Thomas Reiner liest die damalige Filmkritik (ca. 3 Minuten)
  • Zensierte Szenen (ca. 16 Minuten)
  • Filmografien auf 17 Texttafeln
  • 18 Trailer zu Mario-Bava-Filmen (ca. 50 Minuten)
  • Bildergalerie
  • 8-seitiges Booklet von Robert Zion: “Mario Bava und der italienische Giallo-Thriller”

 

Technische Daten:

FSK: 16
Bild: 1.78:1 (anamorph/16:9)/Farbe
Laufzeit: ca. 84 Minuten
Ton: Deutsch, Italienisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
Untertitel: Deutsch, Englisch

Nicht mehr lieferbar [Booklet als PDF]

Hits: 15

WILLIAM CASTLE ODER DIE MACHT DER DUNKELHEIT erschienen

 

Robert Zion
WILLIAM CASTLE ODER DIE MACHT DER DUNKELHEIT
248 Seiten, mit 75 Filmfotos und Abbildungen
14,8 x 21 cm [Broschur]

ISBN: 9783890483191
Corian, 2000

VERGRIFFEN! Nicht mehr lieferbar

Rezensionen:

“Der 1966 geborene Filmjournalist Robert Zion – seit seiner unlängst erschienenen Biografie über Vincent Price (Belleville-Verlag) ausgewiesener Kenner des fantastischen Films – legt jetzt die erste Monografie über diesen virtuosen Filmvermarkter vor. Erfreulicherweise beschränkt er sich nicht auf Castles merkantile und marktstrategische Qualitäten, sondern lässt auch dessen Regietalent die gebührende Würdigung zuteil werden. (…) Dass Robert Zion die verblüffende Auflösung von ‘Mörderisch’ enthüllen muss, tut seinem ebenso informativen wie sorgfältig recherchierten Buch keinen Abbruch. Er stellt Castle auf eine Stufe mit ‘Kings of the Bs’ wie Jacques Tourneur, Edgar G. Ulmer und Joseph H. Lewis, dessen rastlose Arbeit für die Albtraumfabrik Hollywood angeblich ‘allein von Humor und Angst getrieben’ war. (…) Eine Ahnung von dieser Lust am Bangemachen vermittelt auch Zions Buch, das zudem durch Kenntnisreichtum und des Autors unverhohlener Liebe zur Sache gefällt” – Filmdienst, Januar 2001. [Rezension als PDF]

“Als Hollywood immer abstrusere und unnötige Verzweiflungsschritte unternahm, um mit Marktanteilen die Television zu überbieten, gelangen ihm mit Orson Welles und Joan Crawford einige der überzeugenden Beiträge zu großer, auch tragischer Hollywood-Geschichte. Von Hollywood Story bis zu The Night Walker oder House on the Haunted Hill hat er unverwechselbare Filme gedreht. Seine Naivität, auch eine gewisse Weltfremdheit und Schlichtheit waren nicht nur ‘Der Macht der Dunkelheit’ gewachsen, sondern auch der größeren und unbekannteren eines zu grellen und blendenden Lichts und der Verlockung, die Natur und frische Luft gegen das Kino zu mobilisieren… Wie dieser ‘fieberhaft tickende kleine Verstand’ (John Waters) dem Mammut seiner Begabung zu Hilfe kam und was die Angst ausmacht – dafür hat Stephen King einmal ein einziges Wort gefunden: ‘Allein’” – Ilse Aichinger über “Die Macht der Dunkelheit” in: Der Standard (Österreich), 7. April 2001. [Link zu Rezension]

“Daher kann der Enthusiasmus und Verve den alten Cahiers du cinéma-Kritikern, denen Robert Zion (…) auf erfrischende Weise Nahe kommt, zunächst einmal gar nicht hoch genug angerechnet werden” – Eskalierende Träume, November 2010. [Link zur Rezension]

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