Amerika: THE SEARCHERS (1956) von John Ford

The Searchers (Der schwarze Falke, John Ford, 1956)

Die Hütte ist gar kein Wohnhaus, dort dürfte eigentlich nichts stehen, denn solch ein Ort kann niemanden ernähren. Folglich ist die Rückkehr Ethans auch keine Rückkehr. Nicht zu dieser Familie, die garnicht seine Familie ist. Die Abenddämmerung vor dem Überfall ist keine Abenddämmerung, es ist das Vorglühen einer Hölle.

Die Topografie der Suche über fünf Jahre ist keine Topografie, es ist ein Kreisen um ständig denselben Ort (Monument Valley), um den Ort, wo eigentlich nichts sein kann. Der Wechsel der Jahreszeiten zeigt gar keine Jahreszeiten, sondern innere Aggregatzustände, affektive Temperaturen (dort wo es am kältesten ist, sehen wir die blutigen Überreste eines Massakers an Indianern).

Alles ist in The Searchers Innensicht, Innensicht von Ethan (John Wayne), bei dem man sich am Ende fragt, ob er überhaupt noch lebt, aus dem Krieg wirklich zurückgekehrt ist (Anfang und Schlussbild), was das da eigentlich für ein Tor, für eine Grenze ist.

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